2026 – The Year of Yoga: Wie Sangha uns nach Hause bringt

Jan 4 / Katharina Tschurtschenthaler
Manchmal sind wir „gut versorgt“ – und fühlen uns trotzdem allein. Volle Kalender, volle To-do-Listen, volle Feeds. Und doch bleibt da diese leise Sehnsucht: gesehen zu werden, dazuzugehören, wirklich verbunden zu sein.

Brené Brown bringt es radikal klar auf den Punkt: „Connection is why we’re here.“ – Verbindung ist nicht „nice to have“, sondern Teil unseres Menschseins. Brené Brown

Und zugleich erinnert sie uns daran, dass echtes Dazugehören nicht entsteht, indem wir uns passend machen: „True belonging… requires us to be who we are.“ Brené Brown


Genau das ist es was wir bei trees and stories® 2026 zelebrieren werden:
2026 wird unser Year of Yoga – und unser Jahr von Sangha und Belonging.

Belonging ist nicht „reinpassen“ – es ist „ankommen“

Viele von uns haben gelernt, sich anzupassen: leiser zu werden, braver, leistungsfähiger, „spiritueller“, „professioneller“, unkomplizierter. Doch das kostet uns etwas.

Echtes Belonging fühlt sich anders an:
  • Du musst dich nicht beweisen.
  • Du musst dich nicht erklären.
  • Du darfst widersprüchlich sein.
  • Du darfst wachsen – in deinem Tempo.

Brené Browns Satz über „true belonging“ ist deshalb so kraftvoll, weil er den Kompass neu ausrichtet:
"Zugehörigkeit beginnt nicht bei anderen – sie beginnt bei dir."
Brené Brown

Und trotzdem brauchen wir einander. Nicht als Publikum. Sondern als Kreis.

Sangha: Das uralte Wort für „wir üben gemeinsam“

Sangha ist ein Sanskrit-Begriff und bezeichnet traditionell eine spirituelle Gemeinschaft – eine „assembly“, eine Gemeinschaft von Praktizierenden. 
Encyclopedia Britannica

Im Yoga-Kontext nutzen wir Sangha oft für genau das: Menschen, die gemeinsam praktizieren, einander erinnern, halten, spiegeln – ohne sich zu verbiegen.

In einer Zeit, in der so vieles fragmentiert, ist Sangha wie ein leiser Gegenentwurf:
  • Wir müssen nicht alles allein tragen.
  • Wir dürfen gemeinsam lernen.
  • Wir dürfen gemeinsam scheitern, reparieren, wieder anfangen.

Warum Yoga das perfekte Zuhause für Belonging ist

Yoga ist nicht nur „Movement“. Yoga ist Beziehung:

Beziehung zum Körper (auch an den Tagen, an denen er sich fremd anfühlt):
  • Beziehung zum Atem (auch wenn es eng wird)
  • Beziehung zum Geist (auch wenn er laut ist)
  • Beziehung zu anderen (ohne Maske, ohne Rolle)

Auf der Matte üben wir nicht Perfektion – wir üben Präsenz.
Und Präsenz ist die Sprache von Belonging.

Wenn wir gemeinsam atmen, gemeinsam still werden, gemeinsam lachen (oder rühren, wenn Tränen kommen), passiert etwas fast Unscheinbares – und doch Elementares: Das Nervensystem lernt: Ich bin nicht allein.

2026: Unser „Year of Yoga“ bei trees and stories®

2026 widmen wir dem, was uns trägt – nicht nur persönlich, sondern gemeinsam. trees and stories® steht für Wurzeln und Wachstum, für Jahresringe und Wege, für Geschichten, die sich verweben.

Das ist unsere Einladung für 2026:

  • Yoga nicht als weiteres „Projekt“ zu leben,
  • sondern als Ort von Zugehörigkeit.

Was wir kultivieren wollen:
  • Räume, in denen du nichts darstellen musst.

  • Praxis, die dich zurück in deinen Körper bringt.

  • Gemeinschaft, die dich nicht formt, sondern empfängt.

  • Sangha-Momente, in denen du dich erinnerst: Ich gehöre dazu – genau so.



Ob in Ausbildungen, Weiterbildungen, Family-Sadhanas oder im Festival-Spirit: Es geht nicht um „mehr“, sondern um tiefer. Um das Wiederfinden einer einfachen Wahrheit:
Yoga ist ein Heimweg. Und Sangha ist das Feuer, an dem wir uns unterwegs wärmen.

6 kleine Belonging-Practices für dein 2026

Du musst nicht warten, bis „alles passt“. Belonging beginnt im Kleinen:
  1. Sag deinen Namen (und deine Wahrheit) einmal öfter.
  2. Frag: „Wie geht es dir – wirklich?“ und halte 10 Sekunden Stille aus.
  3. Übe „Repair“ statt Rückzug: ein ehrliches „Das ist schief gelaufen“ heilt mehr als Schweigen.
  4. Teile eine Praxis, nicht nur ein Ergebnis: „Heute war’s schwer“ ist Sangha-Sprache.
  5. Setz Grenzen als Liebesakt: Zugehörigkeit ohne Selbstverrat.
  6. Committe dich zu einer Yoga-Family: ein fester Termin pro Woche/Monat verändert alles.

Du musst niemand anders sein, um dazuzugehören

Wenn Brené Brown sagt, dass wir „wired to love… and to belong“ sind, dann ist das nicht Pathos – das ist Erinnerung. 

Und wenn wir Sangha ernst nehmen, wird Yoga 2026 nicht nur eine Praxis auf der Matte, sondern eine Praxis im Leben: Zugehörigkeit leben – mutig, weich, wahr.

Wenn du spürst, dass 2026 dein Jahr für Yoga, Mantren, Pranayama,  Nervensystem, Tiefe und Gemeinschaft sein soll:

Let’s make 2026 the Year of Yoga – the Year of Sangha – the Year of Belonging.
 

Om Shanti
-Katharina