90 Tage Tapas: So baust du eine Yoga-Gewohnheit auf, die bleibt | trees and stories®

Jan 27 / Katharina Tschurtschenthaler

So baust du eine Yoga-Gewohnheit auf, die wirklich bleibt:

Neujahr ist kein Datum. Es ist eine Entscheidung. Und die Feuerpferd-Energie erinnert uns daran: Veränderung entsteht durch Wiederholung – nicht durch Perfektion.

90 Tage Tapas: So baust du eine Yoga-Gewohnheit auf, die wirklich bleibt

Vielleicht kennst du das: Du willst wieder regelmäßiger auf die Matte. Mehr Pranayama. Mehr Stille. Mehr Kraft.

Und dann kommt Alltag. Termine. Familie. Arbeit. Müdigkeit.

Die Wahrheit ist: Du brauchst nicht „mehr Motivation“. Du brauchst eine Praxis, die dich trägt.
Im Yoga nennen wir diese Kraft Tapas – das innere Feuer, das dich immer wieder zurückbringt.

Warum 90 Tage so gut funktionieren

Gewohnheiten entstehen nicht durch einen großen Vorsatz, sondern durch kleine Wiederholungen – immer wieder, am besten am gleichen Ankerpunkt im Tag.

90 Tage sind dafür ein wunderbarer Zeitraum, weil er realistisch ist:

  • Du hast Raum für Hochphasen und Tiefphasen.
  • Du lernst, wie du nach Pausen wieder einsteigst.
  • Du baust dir ein System, statt dich auf Stimmung zu verlassen.

Tapas: nicht „streng sein“, sondern „dir treu sein“

Tapas wird oft als Disziplin übersetzt – aber bei uns bedeutet es vor allem:
eine liebevolle Verbindlichkeit mit dir selbst.

Nicht hart. Nicht perfekt. Sondern ehrlich.

Tapas ist, wenn du sagst: „Ich halte mich. Auch heute.“

So entsteht eine stabile Yoga-Gewohnheit: nicht durch „alles oder nichts“, sondern durch immer wieder.

Der Schlüssel: ein fester Anker im Alltag

Wenn du eine Gewohnheit aufbauen willst, ist nicht die Dauer entscheidend – sondern die Regelmäßigkeit.

Wähle einen klaren Ankerpunkt, zum Beispiel:

  • direkt nach dem Zähneputzen
  • nach dem ersten Kaffee
  • bevor du dein Handy öffnest
  • bevor du ins Bett gehst

Dann wird daraus ein Mini-Ritual, das so klein ist, dass es auch an vollen Tagen möglich ist.

Goldene Regel: Nie zweimal hintereinander auslassen.
Ein Tag Pause ist menschlich. Zwei Tage hintereinander machen es schwerer, im Rhythmus zu bleiben.

Dein 90-Tage-Plan: 3 Phasen à 30 Tage

Damit dein Nervensystem und dein Leben wirklich mitkommen:

Tage 1–30: Stabilisieren

Ziel: Ich mache es – egal wie viel.

  • 10–15 Minuten
  • gleicher Ort, gleiche Zeit
  • immer dieselbe kleine Abfolge

Mini-Idee:
3 sanfte Mobilisationen + 6–8 Runden Sonnengruß (oder Yin-Haltungen) + 1 Minute Atem + 1 Minute Nachspüren

Mantra: Klein. Klar. Wiederholbar.

Tage 31–60: Vertiefen

Ziel: Ich bleibe – auch wenn es „unspektakulär“ wird.

  • 15–25 Minuten
  • ergänze eine Sache: 3 Minuten Pranayama oder 5 Minuten Meditation
  • sanftes Tracking: Kalenderhäkchen oder Notizbuch (ohne Druck)

Mantra: Weniger Abwechslung. Mehr Verkörperung.

Tage 61–90: Verkörpern

Ziel: Das bin ich.

  • 20–35 Minuten
  • 1× pro Woche eine längere Praxis (45–60 Minuten)
  • reflektiere: Was verändert sich in deinem Alltag? In deiner Sprache? In deinen Grenzen?

Mantra: Nicht „ich mache Yoga“ – sondern „ich lebe Yoga“.

Feuerpferd-Energie: Schwung – aber nachhaltig

Die Symbolik des „Feuerpferds“ steht für Bewegung, Mut und Vorwärtskraft. Gerade zum Jahresbeginn kann dich diese Energie unterstützen, ins Tun zu kommen.

Und hier kommt dein Yoga-Teil:
Nicht ausbrennen – sondern brennen.

Tapas bedeutet nicht „immer mehr“. Tapas bedeutet: dranbleiben mit Maß.
Das ist echte Stärke – und genau daraus entsteht Commitment.

Warum deine eigene Praxis dein Fundament ist

Wenn du unterrichtest (oder es vorhast), ist deine eigene Praxis nicht „nice to have“. Sie ist dein Boden:

  • Du führst aus Erfahrung, nicht nur aus Konzept.
  • Du regulierst dein Nervensystem – und hältst dadurch Raum für andere.
  • Du wirst klarer in Stimme, Präsenz und Grenzen.

Eine stabile Yoga-Gewohnheit ist nicht nur Routine. Sie ist Verkörperung.

90 Tage sind kein Sprint.

Es ist eine Liebeserklärung in Handlung: „Ich komme zurück.“

Und wenn du dir dafür Struktur, Community und echte Begleitung wünschst: wir sind für dich da.



Von Herzen,
Deine Katharina