2026 - dein Feuerpferd Jahr

Jan 11 / Katharina Tschurtschenthaler
Manchmal fühlt sich ein Jahr an, als würde es uns nicht nur „weiter“ tragen, sondern uns wachrütteln. Als würde etwas in uns sagen:

Jetzt. Nicht irgendwann. Jetzt.


In der Symbolik des chinesischen Tierkreiszeichens steht das Feuerpferd genau für diese Energie: Bewegung, Mut, Aufbruch, Herzfeuer – und die Einladung, wirklich zu leben, statt nur zu funktionieren.

Wann beginnt das Feuerpferd-Jahr?

Im chinesischen Kalender startet das neue Jahr nicht am 1. Januar: Das Feuerpferd-Jahr beginnt mit dem Lunar New Year am 17. Februar 2026 und endet am 5. Februar 2027.
Außerdem: Durch die Kombination aus 12 Tieren und 5 Elementen wiederholt sich dieselbe Mischung (z. B. „Feuerpferd“) typischerweise im 60-Jahres-Rhythmus.

Feuerpferd – wofür diese Energie steht (als Bild, nicht als Dogma)

Das Pferd steht in vielen Traditionen für Freiheit, Vorwärtsdrang, Lebenskraft, Unabhängigkeit.

Feuer für Mut, Wärme, Sichtbarkeit, Klarheit, Leidenschaft. Zusammen wird daraus ein kraftvolles Bild:
  • Tempo: Dinge wollen nicht mehr „irgendwann“, sondern „jetzt“.
  • Wahrhaftigkeit: Ausreden werden durchlässig – du spürst schneller, was stimmt und was nicht.
  • Risiko & Reibung: Viel Energie kann auch überhitzen. Feuer braucht Bewusstsein.
  • Herz & Richtung: Nicht nur „losrennen“, sondern „wofür brenne ich eigentlich?“ definieren.

Und genau hier treffen wir Yoga.

Die Yoga-Antwort auf viel Feuer: Präsenz

Du musst nicht warten, bis „alles passt“. Belonging beginnt im Kleinen:
  1. Sag deinen Namen (und deine Wahrheit) einmal öfter.
  2. Frag: „Wie geht es dir – wirklich?“ und halte 10 Sekunden Stille aus.
  3. Übe „Repair“ statt Rückzug: ein ehrliches „Das ist schief gelaufen“ heilt mehr als Schweigen.
  4. Teile eine Praxis, nicht nur ein Ergebnis: „Heute war’s schwer“ ist Sangha-Sprache.
  5. Setz Grenzen als Liebesakt: Zugehörigkeit ohne Selbstverrat.
  6. Committe dich zu einer Yoga-Family: ein fester Termin pro Woche/Monat verändert alles.

Wahrhaftigkeit: Satya als gelebte Entscheidung

Im Feuerpferd-Jahr geht es nicht nur um Mut nach außen, sondern um Mut nach innen: Wahrhaftigkeit.

Im Yoga nennen wir das Satya – Wahrheit. Nicht als harte Keule. Sondern als Übung, die dich ganzer macht.

Wahrhaftigkeit kann bedeuten:
  • Ich sage Ja – und meine Ja wirklich.
  • Ich sage Nein – ohne mich zu erklären, zu rechtfertigen, zu entschuldigen.
  • Ich höre auf, mich „passend“ zu machen, wenn ich mich dabei verliere.
  • Ich spreche aus, was ich brauche – bevor mein Körper es schreit.

Feuerpferd-Wahrheit ist oft klar, schnell und direkt. Yoga macht sie warm, achtsam und verbindend.

Gemeinschaft: Sangha als Kraftfeld (und als Nervensystem-Medizin)

Feuerpferd-Energie ist unabhängig. Stark. Manchmal auch: „Ich mach das allein.“ Aber Entwicklung passiert selten im Alleingang – sie passiert im Beziehungsraum.

Sangha (Gemeinschaft) heißt nicht, dass alle gleich sind. Es heißt:

  • Ich darf gesehen werden, ohne mich zu inszenieren.
  • Ich darf wachsen, ohne perfekt zu sein.
  • Ich darf üben, scheitern, lernen – und bleibe verbunden.

Wenn Gemeinschaft gelebt wird, passiert etwas Magisches:
  • Wir co-regulieren (Körper beruhigt sich im Kontakt).
  • Wir spiegeln uns (blinde Flecken werden liebevoll sichtbar).
  • Wir halten Räume (nicht „retten“, sondern begleiten).
  • Wir erinnern einander an das Wesentliche (wenn das Leben laut wird).

Gerade in intensiven Zeiten ist Gemeinschaft nicht Ablenkung – sie ist Stabilität.

9 Feuerpferd-Impulse, die du in dein Jahr (und in deine Praxis) mitnehmen kannst

  1. Wähle 1 Sache, die du wirklich willst – und sag dem Rest freundlich Nein.
  2. Übe Tapas (inneres Feuer): kleine Schritte, regelmäßig, ehrlich.
  3. Erdung vor Aktion: Erst fühlen, dann handeln.
  4. Sprich eine Wahrheit pro Woche aus, die du sonst schluckst.
  5. Mach Verbindung und Commitment zur (Yoga-) Praxis: 10 Minuten täglich schlagen 1 Stunde selten.
  6. Lerne, ohne dich klein zu machen: Fragen sind Kompetenz, nicht Schwäche.
  7. Richte dein Feuer aus: Wofür soll deine Energie brennen?
  8. Gemeinschaft als Ritual: ein Call, ein Übungspartner, eine Praxisgruppe - sei ein aktiver Teil unserer Sangha!
  9. Feiere Fortschritt: Das Pferd braucht Freude, nicht nur Disziplin.

Wenn wir Präsenz, Wahrhaftigkeit & Gemeinschaft wirklich leben

Bei trees and stories® Yogaausbildungen lieben wir keine lauten Versprechen – wir lieben unsere gemeinsame gelebte Praxis.

Feuerpferd-Jahre erinnern uns daran, dass Wachstum nicht nur im Kopf passiert:

  • Präsenz: Wir kommen immer wieder zurück in den Körper, in den Atem, ins Jetzt.

  • Wahrhaftigkeit: Wir üben, zu unterrichten, was wir verkörpern – und zu verkörpern, was wir unterrichten.

  • Gemeinschaft: Wir schaffen Räume, in denen du nicht „mithalten“ musst, sondern ankommen darfst.

Wenn du spürst, dass dieses Jahr nicht nach „mehr leisten“, sondern nach mehr Wahrheit ruft – dann ist das vielleicht dein Zeichen:
Nicht irgendwann. Jetzt.

Und wir gehen ein Stück gemeinsam. Wir freuen uns von Herzen auf dich in unserer Sangha.

Om Shanti.
Katharina

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